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Gottesdienst im Katondo Compound

GottesdienstEin absolutes Highlight des Rangerseinsatzes war unser letzter Tag im Compound, an dem wir zusammen unter einem großen Mangobaum Gottesdienst gefeiert haben. Viele Frauen und Kinder waren gekommen, aber auch vereinzelt Männer. Singen und Tanzen gehört in jeden sambischen Gottesdienst. Darin sind die Afrikaner einzigartig. Wie gut, dass auch die Rangers Lieder mit Bewegungen lieben. Jedes Mal, wenn ich in Katondo bin, kommen mir die Kinder stolz singend entgegen, um zu beweisen, dass sie die Rangerslieder noch können. An diesem Sonntag aber haben viele Sambier das erste Mal Geigenklänge vernommen – was für ein Kontrast!

Wir haben die biblische Geschichte des Blinden Bartimäus, der laut nach Jesus schreit, vorgespielt. Da war wenig Übersetzung in Bemba nötig – ein eindrückliches Theaterspiel, das die Zuschauer zum Lachen und Nachdenken gebracht hat. Christian, unser Stammleiter, hat über Bartimäus Situation und Jesu Handeln gepredigt. Das Angebot für ein persönliches Gebet haben viele angenommen. Mir kam dies alles so vor, als wären wir in der Zeit Jesu in Palästina vor 2000 Jahren. Das Ambiente hier im Compound und der Lebensstil der Menschen ähneln doch sehr den biblischen Beschreibungen.

Drama  Bartimäus

Ein anschließendes „Gemeindecafe“ haben wir mit Softdrinks und Brötchen sambisch interpretiert. Und dann wurde in kleinen Runden eine Stunde lang „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt. Das Spiel hatten wir schon Tage vorher an zwei Schulen und im Compound eingeführt – es ist der Renner!

Ludo2  Sorry

Auf diese Weise konnten wir uns von den inzwischen vertraut gewordenen Menschen verabschieden. Ich freue mich sehr, dass dieser Abschied zurzeit nicht für mich gilt. Jede Woche gehe ich einmal in diesen Compound, besuche die Familien dort, initiiere „Dorfratsitzungen“ unter dem Mangobaum und gemeinsam besprechen wir weitere Schritte. Überrascht war ich, als die Nachfrage nach weiteren Gottesdiensten kam, sie hätten vergeblich auf uns gewartet. Wir bleiben dran!

Godi