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Insakabau

Inzwischen starten wir wieder durch bei den Royal Rangers in Katondo. Unser Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Ausbildung von Juniorleitern. Von den ehemaligen erwachsenen Leitern sind leider nur noch zwei mit dabei. Aber die älteren Rangers, die vor zweieinhalb Jahren mit uns gestartet haben, sind noch immer motiviert. So schließen wir jetzt an unser wöchentliches Rangers-Meeting einen Leiterschaftskurs an. Unser erstes praktisches Projekt ist der Bau eines Insakas. Ein Insaka ist eine traditionelle Versammlungshütte, in der sich die Dorfgemeinschaft trifft und ihre Palaverrunden abhält – wie passend für unsere Stammessitzungen! Und mit was für einem Elan alle mitangepackt haben. An den Samstagen waren die Jungs schon früh um 6 Uhr aktiv. Im Laufe des Vormittags trudelten dann nach und nach weitere Helfer ein. Für uns Muzungus war es spannend mitzuerleben, wie aus dem Lehmboden und Wasser mit einer einfachen Holzform die Steine geformt wurden. Gute 300 wurden an einem Tag in der Sonne zum Trocknen ausgebreitet. Die Zubereitung der Lehmpampe mit Schaufeln, Füßen und Händen überzog nach und nach Kleidung und Haut mit einer rötlichen Schicht. Alle hatten dabei riesigen Spaß.

Für das Fundament mussten Sand, Steine und Zementsäcke organisiert werden, ansonsten würden unsere Lehmziegel die Regenzeit nicht überstehen. Unglaublich, wie einfach der Zement gemischt wurde – handmade! Hier scheint sich jeder auszukennen wie man im Team mit Schaufel und Wasser in einem Sandkrater genau die richtige Mischung hinbekommt und mit Pappe den Boden glättet. Und natürlich war das ein wunderbares Teambuilding, ein einander Näherkommen in Gesprächen und bei übermütigen Jokes.  Ein guter Start! Ich bin gespannt auf Ranger-Palaverrunden, die unseren Stamm und die Rangersarbeit in Zambia voranbringen werden. Auch in diesem Sinne werden in unserem Insaka Fundamente gelegt.