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NRMC in Malawi

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Endlich war es soweit! In der ersten Augustwoche nahmen 10 Sambier am ersten Nationalen Rangers Ministry Camp (gleicht unserem  NTC) in Malawi teil und ließen sich als Commander ausbilden. Im Vorfeld gab es viele Steine aus dem Weg zu räumen. Wie sollten sich Sambier, die noch nie ihr Land verlassen haben und keine Pässe besitzen, auf nach Malawi machen? Das war ein Behördenmarathon rund um die Travel Documents …  Und wie die Campgebühren und die lange Fahrt bezahlen? Da kam uns die RR Leitung in Malawi entgegen und hat für die Sambier den Preis halbiert. Und dann noch die Absprachen rund um eine gemeinsame Fahrt aus den verschiedenen Städten Sambias, die am Ende zu keiner Einigung führten.

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Von ursprünglichen 50 Rangers haben sich dann letztendlich auf eigene Faust 10 auf den langen Weg gemacht, der uns ins Mulanjegebirge führte, nahe der Grenze zu Mosambik.  Die Enttäuschungen und Entmutigungen in dieser Hinsicht mussten in Malawi erst einmal abgelegt werden.

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Aber dann durften wir uns an all dem Wunderbaren erfreuen, was Rangers auf so einem Ausbildungscamp erwartet, vom Mustercamp über verschiedenste Workshops bis zu den Aufgaben, die in Teams absolviert werden müssen.

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Wir waren überrascht, auf Gerhard Uys zu treffen, der in Südafrika die Rangersarbeit aufgebaut hat und besonders auch die Ausbildung der RR Leiter in Afrika voranbringt. So konnten wir viele deutsche Einflüsse der Stuttgarter Rangers, die vor Jahren die RR Arbeit in Südafrika geprägt haben, entdecken. Im Schulterschluss mit Mathias Kawerama, dem RR Direktor aus Malawi, leiteten die beiden in weiser humorvoller Art dieses Camp, nicht nur  organisatorisch im afrikanischen Kontext exzellent, auch geistlich in die Tiefe. Bei all dem hatten sie immer offene Ohren für jeden und nahmen sich Zeit, viele Rangers kennen zu lernen und Beziehungen zu pflegen. Für mich eine große Freude und Entspannung, die RR Arbeit dort in guten Händen zu sehen und auch eine Erleichterung, dass ich nun meine Ansprechpartner für Sambia kenne und um Rat fragen kann.

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Natürlich sehen Camps in Afrika ganz anders aus. Ich war gespannt, wie sie ohne Schwarzware und mit den eingeschränkten Möglichkeiten Holz einzusetzen, arbeiten. So wirken die Teamplätze und Zelte noch etwas fremd auf mich. Hier muss man sich dauerhaft vor Malariamücken und Schlangen schützen und jeder Baum, der noch in Afrika steht, ist kostbar.

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Sehr eindrucksvoll war der von Tag zu Tag zunehmende Teamgeist. Unglaubliche Teamsongs und begeisterte Appelle. Da sind wir Deutschen nur am Staunen, mit welcher Freude sich die Teams hier präsentieren. Sie singen ihre Teamsongs ständig, sogar wenn sie gemeinsam zum Zähneputzen gehen. So hört man schon morgens um 5.30 Uhr aus den Campecken munteres fröhliches Treiben.

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Habt ihr mal Lust O-Töne zu hören?

Der krönende Abschluss war natürlich die Übergabe der Abzeichen und Urkunden. Stolz und freudig wurden zuerst die Teilnehmer aus Sambia geehrt. Ein sehr bewegender Moment, da flossen die Tränen über das, was Gott in einem guten Jahr Rangersarbeit voran gebracht hat.

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ER ist es, der diesen Weg für Sambia sieht, wir schauen verwundert auf die ersten Babyschritte!  Das macht Mut für den langen Weg, der noch vor uns liegt. Gespannt sind wir, wen Gott als Unterstützer zum Aufbau der RR Arbeit auch auf nationaler Ebene nach Sambia beruft. Als ersten Schritt möchten wir eine Stelle für ein FSJ (Freiwilliges soziales Jahr im Ausland) anbieten. Hierfür suchen wir  einen erfahrenen Ranger, mit Leiterbegabung, der diese im afrikanische Kontext entwickeln möchte. Ein FSJ ist bis 28 Jahre möglich.