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Hajk – Heraus aus jeglichem Konsum

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Brauchen das die Zambier? Für sie war diese Aktion sehr ungewohnt. Man verlässt doch nicht einfach seinen einigermaßen sicheren Schlafplatz hinter Mauern und setzt sich den Gefahren der Wildnis aus. Da warten Giftspinnen, Moskitos, Schlangen und Herausforderungen wie der Wasservorrat. Und überhaupt, unsere RR Leiter haben weder Isomatten, Schlafsäcke noch geeignete Rucksäcke.

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Dennoch machten wir uns als kleine deutsch-zambische Leitertruppe auf, um eine gemeinsame Nacht im Busch zu verbringen und zum Sonnenaufgang den Prayer Mountain Kabwes zu erklimmen. Eine wunderbare Möglichkeit, gemeinsam den Karfreitag zu erleben. Am Fuße des „Berges“ bauten wir unser Lager auf.

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Unter einem offenen Tarp richteten wir uns unter Moskitonetzen ein und verbrachten intensive Zeiten der Gemeinschaft am Feuer. Unsere Herzenswünsche und Gebete ließen wir symbolisch in den sternenklaren Himmel aufsteigen.

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Der Morgen erwachte im Nebel und erst als wir die ersten Lieder am Gipfel sangen, drang auch die Sonne durch. Dankbar blickten wir auf das erste RR Jahr in Katondo zurück.

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Unglaublich, was in dieser kurzen Zeit alles gewachsen ist, besonders die Beziehungen untereinander. Zum Frühstück gab es Kapentas (kleine Fische) und Nshima (Maisbrei) – Mmmmmh lecker! Der fehlende Kochlöffel wurde kurzerhand angefertigt.

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Wir lernten den Strauch kennen, aus dem man sich Zahnbürsten machen kann, das Holz schmeckt etwas süßlich. Ein Seil fehlt? Im Busch kein Problem, die saftigen Fasern eines frischen Astes erfüllten ihren Zweck perfekt.  Dann gibt es noch einen Baum der „Kaputo“ heißt, auf seinen Blättern kann man kauen, wenn man Magen-Darmprobleme hat.

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So haben auch wir Muzungus eine Menge gelernt. Noch immer klingen mir Robbies Worte vor dem „Gute Nacht Sagen“ im Ohr: „Das bedeutet es also Royal Rangers zu sein? Ich liebe es! Danke, dass du uns hierher gebracht hast.“