Empowerment

16.04 037Schon lange suchen wir für die Menschen in den Armenvierteln mit denen wir zusammenarbeiten nach Wegen für kleine Verdienstmöglichkeiten. Viele „Guardians“ unserer Patenkinder können sich nur schwer über Wasser halten. Jeden Monat einen Sack Maismehl, Seife und Öl als Geschenk der Paten aus Deutschland zu erhalten ist ein wichtiger Baustein. Dies ändert aber nicht viel an ihrer Ohnmacht und Perspektivlosigkeit. Gerne möchten wir sie dabei unterstützen, eigene Schritte in die Unabhängigkeit zu gehen, die auch ihr Selbstwertgefühl und ihr Verantwortungsbewusstsein stärken.

14.April 053In Katondo konnten wir jetzt mit einem Empowerment Programm starten, das unter sehr klaren Regeln ablaufen soll. Wer mitmachen will, muss verbindlich an den wöchentlichen Treffen teilnehmen. Wer mehr arbeitet, verdient auch mehr. 30% des Einkommens wandern in den Gemeinschaftstopf. Die Gruppe entscheidet gemeinsam, was davon angeschafft werden soll, um das Projekt zu erweitern. Zum ersten Treffen kamen nur wenig „Guardians“, dafür aber viele Frauen und sogar einige Männer aus unserem Pilotprojekt (Ihr erinnert euch? Das Müllprojekt?).

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Jedes Treffen startet mit Andacht und Gebet. Im Moment konzentrieren wir uns auf die Herstellung von Taschen, kleinen Häkelkörben und Stifthalter aus Bambus. Einige von euch werden schon bald die Chance haben, diese Dinge zu erwerben, sie werden mit unseren Sambiern auf die Reise nach Deutschland gehen. Das ist erst einmal ein großer Motivationsschub.

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Die Freude über die Nähmaschinen für Katondo war riesig. An jedem Tag wird nun emsig gearbeitet. Das geht zurzeit ganz gut in einem Klassenraum, da ja Schulferien sind. Wir halten Ausschau nach einem Raum für unser Projekt und sind auf den Abstellraum der Schule gestoßen. Mal sehen, was daraus wird.

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Und erste Schwierigkeiten mussten auch schon gemeistert werden. Es gab Streit, weil wir den Frauen das Geld für den Kauf der Bambusrohre gegeben haben. Einige Männer hatten schon die ersten Kwachas in Alkohol angelegt und kamen betrunken zum nächsten Treffen. Nun arbeiten einige Royal Rangers an den Bambusstifthaltern. Eine weitere Herausforderung bleibt das Erschließen eines Marktes hier in Kabwe.

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