Chefkoch „Ifisashi“

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Heute, am Africa Freedom Day, hatte ich viel Zeit, die ich gerne bei Musondas Familie verbracht habe. Alle warten sie gespannt auf seine Rückkehr aus Deutschland. Inzwischen bringen sie einer Muzungufrau das sambische Kochen näher. Ich habe mir wieder einmal „Ifisashi“ gewünscht, mein Lieblingsgericht hier.

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Alles fängt mit Blätterzupfen an, in diesem Fall Kürbisblätter aus dem eigenen Garten, die dann ganz kleingeschnitten und lange gekocht werden. Somit ist Zeit, sich um die Erdnüsse zu kümmern, die zunächst in mehreren Gängen gemörsert und dann gesiebt werden.

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Später wird mit Wasser eine Art Erdnussbrei angerührt, der dann den Blättern zugefügt wird. Tomaten und Zwiebeln verfeinern dieses Gemüse. Ich bin immer wieder erstaunt, wie die sambischen Frauen mit einer Klinge in der Hand ihr Gemüse schnippeln. Schneidebretter brauchen sie nicht.  Und es wird auf einer Imbaula gekocht, einer Art Holzkohlegrill, hergestellt aus Schrott, super praktisch.

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Okay, das Gemüse ist fertig! Jetzt wird Wasser für den Maisbrei „Nshima“ aufgesetzt. Nshima ist das Grundnahrungsmittel hier in Sambia, man isst ihn morgens, mittags und auch abends. Er enthält nur wenige Nährstoffe, ist aber günstig und vor allem, Nshima macht den Bauch voll, macht satt. Musondas 8-köpfige Familie kommt mit einem großen Sack 4 Wochen lang aus. Pro Woche kostet das Maismehl ca. 2,00 €. Die Zeit können wir zum Wasserholen nutzen.

Mu 3Schon letzte Woche habe ich das Wassertragen auf dem Kopf ausprobiert, heute nun wollte ich den Eimer auch bis zum Haus tragen. Ein ungewohntes Bild für die Sambier, somit gab es Gelächter und Geraune am Wegesrand. Ich fand es gar nicht so schwer, hatte mehr mit Nackenproblemen gerechnet.

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Mu 17Herausfordernd durch meine Körpergröße war das Tragen unter den Bäumen, ich musste halt mit dem Eimer auf dem Kopf in die Knie gehen. Bei nächster Gelegenheit gerne wieder! Nshima habe ich schon öfter gekocht, mit jedem Mal verfeinert sich nun mein Wissen über Rührtechniken und das Abstechen der Portionen. Ifisashi wird in meine deutsche Küche übernommen, irgendwelche leckeren Blätter werde ich hierfür schon finden.

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