Flamboyant

Liv3Erinnert ihr euch noch an den Flammenbaum? Im Blogartikel „Advent in Sambia“ habe ich euch diesen prächtigen Baum vorgestellt. Nun wohne ich über die Ostertage in Livingstone in einem Zimmer, das genau diesen Namen trägt. Flamboyant bedeutet „Flammen“, „farbenprächtig“, aber auch „energisch“. Sofort dachte ich dabei an die Kreuzigung Jesu. Die Beschreibung „Flammen“ und „energisch“ treffen auch hier das Geschehen, das Wort „farbenprächtig“ würde man im Blick auf das Blutvergießen nur schwer wählen.

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Am Karfreitag sind wir wieder zum Prayer Mountain gefahren. Auch dort haben mich die Felsen inspiriert und an das Ostergeschehen erinnert. Am Vormittag waren wir im Gottesdienst und haben eine lebendige Predigt über das Thema „Ostern in dein Leben interpretiert“ gehört. Da gibt es eine Menge zu verdauen.

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Ostereier und Osterhasen sucht man hier vergebens. Die vielen Christen in Sambia feiern dieses Fest sehr intensiv, indem sie den Weg Jesu nachspüren. Einige treffen sich am Donnerstagabend zu einer Abendmahlsfeier an großen Tischen, andere wandern in einer Prozession zum Prayer Mountain und tragen dabei symbolisch das Kreuz.

Prayer 0

Ich finde in diesen Tagen endlich Zeit, ein Buch zu lesen, das schon länger auf mich wartet: „When helping hurts“. Schon in den ersten Seiten finde ich viele meiner Gedanken wieder, die mich hier ständig beschäftigen. Was macht das mit den Menschen, wenn wir mit neuen Ideen und Geld daherkommen? Wir sind punktuell da, abends verlassen wir die Armenviertel und freuen uns über ein komfortables Bett in einem sicheren Haus. Die Menschen, mit denen ich viel zu tun habe, wissen, dass ich jetzt die Viktoriafälle besuche und dass mich das in ihren Augen eine Menge Geld kostet. Sie haben die Viktoriafälle noch nie gesehen. Was macht das mit mir?

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