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Schulweg

Schulweg Weg 0
Hi ihr lieben Plassis, heute möchte ich euch meinen Schulweg vorstellen. Gestern sind Kathi und Lissi aus meinem Team mitgekommen, so konnten diese Fotos entstehen. Zwei Tage in der Woche verbringe ich im Compound Katondo, ungefähr 5 km von unserem Büro entfernt. Wie die Sambier mache ich mich zunächst einmal zu Fuß auf den Weg. In Sambia laufen viele Kinder lange Strecken jeden Tag ganz alleine. Die meisten können sich einen Transport nicht leisten.

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Nach einiger Zeit gelange ich an eine Straße, wo viele Autos ständig hupen. Es hat eine Zeit gebraucht, bis ich verstanden habe, dass es sich um Taxis handelt. So halte ich dann ein hupendes Auto an und verhandle über den Fahrpreis. Weil man mir ansieht, dass ich Ausländerin bin und somit Geld haben könnte, muss ich das jedes Mal. Der normale Fahrpreis für diese Strecke sind 3 Kwachas (0,40 €). Somit lasse ich mich dann 3 km fahren. In den Compound will wegen der vielen Schlaglöcher keiner hineinfahren. Manches Mal denke ich wegen der vielen Geräusche, dass das Auto gleich zusammenbrechen wird.  Besonders freue ich mich über den zweiten Teil meines Fußwegs in Katondo, weil ich da viele Menschen treffe. Meistens kaufe ich mir für die Pause erst einmal Scones (süße Brötchen), echt lecker, gestern sogar mit Zitronengeschmack.

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Dann komme ich an einem Wasseranschluss vorbei, an dem sich morgens die Frauen versammeln und ihren Wasservorrat auffüllen. Immer begrüßen sie mich freundlich. Auch die Kinder helfen beim Wassertransport, oft übernehmen die Jungen diese Arbeit. Von allem Seiten rufen mir die Kinder „Mulishani?“ oder „How are you?“ zu und viele wollen gerne meine weiße Hand anfassen. Nicht selten begleiten mich kleine Kindergruppen auf dem Weg zur Schule.

Dann treffen wir Given, er hat einen kleinen Fahrradshop und immer etwas zu tun. Auf dem Foto seht ihr, wie wir uns mit sambischem Handschlag begrüßen, dreimal ganz fest mit verschränkten Händen.   Weiter geht`s – am verrosteten Hinweisschild der Boccs Schule vorbei.

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Wenn ich ankomme, lernen die Schüler bereits in ihren Klassen. Hier startet der Unterricht schon um 7 Uhr. Ich genieße meinen Schulweg, weil ich so den Menschen näher komme. Mit der Zeit erkenne ich die Gesichter wieder, einige Namen kenne ich auch schon. Gestern riefen mir die Kinder nicht nur das übliche „Musungu, Musungu“ (Weiße, Weiße), sondern „Umusungu wesu“ zu. Sellina hat das auf dem Rückweg aufgeschnappt und mir erklärt: Sie rufen „Unsere weiße Frau!“

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