School Support Team

SSTMittendrin im sambischen Schulalltag, so wie wir es uns gewünscht haben – Alltagsabläufe mitbekommen, hinter die Kulissen schauen, erahnen, wie das sambische System funktioniert, noch weit entfernt vom Verstehen – wir lieben es!

  Tafelkino   Heike 1

Zurzeit konzentrieren wir uns auf 3 Schulen (Makululu, Katondo und Waya), bauen Beziehungen zu den Lehrern und arbeiten eng mit den Schulleitern zusammen, die offen für unsere Anregungen sind.

Planung Gruppenarbeit
Gerade sind wir dabei, regelmäßige Teacher Group Meetings an den Schulen zu etablieren. Inzwischen nehmen die Lehrer auch ohne große Beschwerden an unseren Workshops teil. Ähnlich wie in Deutschland steht das Thema „Mehrarbeit“ immer ganz oben auf der Agenda. Neben ganz praktischem Input, der möglichst direkt im Unterricht umgesetzt und reflektiert wird, sind wir bestrebt, strukturelle und konzeptionelle Veränderungen auf den Weg zu bringen, die dazu beitragen, mehr Qualität in den Unterricht zu bringen und somit den vielen Kindern eine bessere Bildungsgrundlage zu bieten. Das bedeutet für uns ganz praktisch, immer wieder alles viele Male in unterschiedlichen Gruppierungen durchzudiskutieren (Palaverrunden), bis dann irgendwann für alle klar ist, dass jetzt eine Veränderung ansteht.

Miriam Katondo Mathe

Oder wir investieren viele Stunden mit dem Sichten und Ordnen von Schulmaterialien und versuchen ein einfaches System einzuführen, dass den Lehrern hilft, den Überblick zu behalten. Eine große Herausforderung, Sambier schmeißen eher Bücher, Stifte, Toilettenpapier und Putzlappen in ein und denselben Karton oder packen Schulbücher jahrelang nicht aus, weil sie aus einem geschlossenen Karton nicht so schnell geklaut werden können. Nachdem wir ein Schulleiterbüro total auf den Kopf gestellt haben, sagte die Schulleiterin zu uns: „Now I have opened you my bedroom.“ Wir sind auf dem Weg!

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Und immer wieder Workshops! In der letzten Woche haben wir zwei Matheworkshops gehalten. Die Lehrer waren mit großem Interesse und viel Spaß dabei, die verschiedenen Übungsformen auszuprobieren. Inzwischen haben wir auch Unterrichtsstunden mit den Rechenrahmen gesehen, die in die richtige Richtung gingen. Ganz neu ist unser Methodenworkshop „Learning by all senses“. Durch ein Experiment konnten die Lehrer an sich erleben, über welche Lernwege sie selber am besten lernen können. Ganz konkret erlebten sie in geführten Gesprächsrunden, Tafelkino und Gruppenarbeit verschiedene Unterrichtsformen und starteten mit der Planung ihres nächsten Unterrichtsvorhabens.

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Ich bin stolz auf unser School Support Team, die deutschen Lehramtsstudenten (Becky, Miriam und Jonas) bringen sich engagiert und kompetent ein. Sellina, unsere Schulkoordinatorin, ist sehr dankbar für unsere Unterstützung. Sie sagt: „ Ihr stärkt mir den Rücken und habt so viele Ideen, mit euch kann ich  eine Menge auf den Weg bringen und hier Veränderungen bewirken.“