Seitenwechsel

Für sechs Wochen tausche ich das warme Zambia mit seinen faszinierenden Menschen gegen das feuchtkühle German (so sagen die Zambier). Ich hätte mir gut ein Weihnachtsfest unter Mangobäumen fern der Heimat vorstellen können, aber auch in Deutschland warten wunderbare Menschen auf mich. Die Zeit mit ihnen werde ich genießen. Dann wird es anders herum laufen. Gespannt werde ich Geschehnisse und weitere Entwicklungen hier in Zambia verfolgen. Meine Bembalessons fliegen mit nach Deutschland, ich habe angefangen, Bembaunterricht zu nehmen und will dranbleiben. Diese Sprache ist für „unsereins“ schwierig zu lernen. So mancher Sinn erschließt sich nur durch die Betonung oder den Zusammenhang, man kann nicht einfach Vokabeln lernen, es gibt sehr viele Zwischentöne. Im Januar wird es eine Sambiakommissionssitzung geben, zu der auch Dieckmanns (unsere Leiter hier)nach Deutschland fliegen werden. Aber nicht alleine deswegen, die Geburt ihres ersten Kindes steht bevor. So wird auch die Zeit in Deutschland eine intensive Sambiazeit werden. Ich bin gespannt! Tukamonana inshiku uleisa limbi. (Vielleicht sehen wir uns in den nächsten Tagen.)

Musonda Pappe

Heute war ich noch einmal im Katondo Compound, dieses Mal auch mit Musonda, der das Anlegen einer Kompostgrube erklärt hat. Da waren auch die Männer interessiert. Die Sammlung der Pappkartons hat sich inzwischen verdoppelt, vielleicht klappt es noch, vor Weihnachten einen ersten Abtransport zur Recyclingfabrik zu organisieren. Nächste Woche wird unser Boccsteam zusammen mit den Familien hier einen Weihnachtsgottesdienst unter dem Mangobaum feiern, alle freuen sich darauf. Schon jetzt läuft parallel zu unseren Palaverstunden ein Programm für die Kinder, das Becky organisiert. Jede Woche gibt es eine neue Geschichte von Tom, dem Räuberjungen, der den wunderbaren Königssohn kennenlernt.

??????????????????????????????? ???????????????????????????????

Und heute war Premiere, Becky hat da viel Energie hineingesteckt, sodass sie die Geschichte in Bemba vorlesen konnte. Wow, da wollten am liebsten auch die Erwachsenen zum Kinderprogramm! Das Abschiednehmen fiel mir dann doch schwerer, als vermutet. Mir wurde ein Hocker gebracht und alle fingen an zu singen. Jeder Einzelne kam an mir vorbei und gab mir verbeugend seine Hand oder drückte mich. Wie gut, dass ich wiederkommen darf. Wie soll das nur im nächsten Sommer werden?

Katondo