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Auf Safaritour

Bootssafari - KopieLange habe ich nicht mehr im Blog für Kids berichtet. Sorry, ich habe so viel erlebt, dass ich erst jetzt zum Schreiben komme. Vielleicht habt ihr schon mitbekommen, dass mich die Royal Rangers (meine Bielefelder Pfadfindergruppe) hier in Sambia besucht haben. Im Blog für Erwachsene findet ihr Fotos. Habt ihr Lust, auch dort mal zu lesen, was wir so gemacht haben?

Hippos - KopieZum Abschluss unseres Hilfseinsatzes waren wir auf Safaritour in Botswana. Das war für alle ein besonderes Erlebnis, so nah an die afrikanischen Tiere heranzukommen. Vom Boot aus konnten wir Elefanten, Kaffernbüffel, Krokodile und Hippos beobachten. Mächtige Tiere, die einem auch ein wenig Angst einflößen können. Ich war froh, dass wir auf dem Boot sicher waren.

Krokodil - Kopie  Kaffernbüffel - Kopie

 Weiter ging es mit einem Jeep durch die Buschlandschaft. Vorbei an Kudus (rechts) und Impalas (links), die sich vor der Mittagssonne unter Bäumen versteckten.

Impalas - Kopie  Kudus - Kopie

Auch Paviane und Warzenschweine (Pumbas) konnten wir beobachten.  Und immer wieder kamen wir ganz nah an die Elefanten heran, sie schienen sich nicht von uns stören zu lassen.

Pavian - Kopie  Pumba - Kopie

Elefant - Kopie

Und wen habe ich auch noch entdeckt? Hier wird unser Adler „Fisheagle“ genannt.

Adler - KopieSpannend war auch unsere Walkingsafari. Mit einem Guide (Führer) sind wir durch die Buschlandschaft gelaufen. Wir mussten im Gänsemarsch hintereinandergehen, damit wir den Weg einhalten, den unser Führer läuft. Er achtet auf Schlangen und andere Störungen. Ein Beschützer mit Gewehr war auch nötig, falls doch mal von der Seite ein Tier an uns herankommt.

Walkingtour - KopieEin ganz besonderes Highlight war die Begegnung mit einer Rhinozerosfamilie. Wir konnten uns bis ca. 15m an sie heranpirschen. Als dann das Baby aufgestanden ist  und sich der große Bulle erhoben hat, hatten wir trotz Wache großen Respekt und haben uns vorsichtig zurückgezogen.

Rhinos - Kopie

Walkingsafari - Kopie

 

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Gottesdienst im Katondo Compound

GottesdienstEin absolutes Highlight des Rangerseinsatzes war unser letzter Tag im Compound, an dem wir zusammen unter einem großen Mangobaum Gottesdienst gefeiert haben. Viele Frauen und Kinder waren gekommen, aber auch vereinzelt Männer. Singen und Tanzen gehört in jeden sambischen Gottesdienst. Darin sind die Afrikaner einzigartig. Wie gut, dass auch die Rangers Lieder mit Bewegungen lieben. Jedes Mal, wenn ich in Katondo bin, kommen mir die Kinder stolz singend entgegen, um zu beweisen, dass sie die Rangerslieder noch können. An diesem Sonntag aber haben viele Sambier das erste Mal Geigenklänge vernommen – was für ein Kontrast!

Wir haben die biblische Geschichte des Blinden Bartimäus, der laut nach Jesus schreit, vorgespielt. Da war wenig Übersetzung in Bemba nötig – ein eindrückliches Theaterspiel, das die Zuschauer zum Lachen und Nachdenken gebracht hat. Christian, unser Stammleiter, hat über Bartimäus Situation und Jesu Handeln gepredigt. Das Angebot für ein persönliches Gebet haben viele angenommen. Mir kam dies alles so vor, als wären wir in der Zeit Jesu in Palästina vor 2000 Jahren. Das Ambiente hier im Compound und der Lebensstil der Menschen ähneln doch sehr den biblischen Beschreibungen.

Drama  Bartimäus

Ein anschließendes „Gemeindecafe“ haben wir mit Softdrinks und Brötchen sambisch interpretiert. Und dann wurde in kleinen Runden eine Stunde lang „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt. Das Spiel hatten wir schon Tage vorher an zwei Schulen und im Compound eingeführt – es ist der Renner!

Ludo2  Sorry

Auf diese Weise konnten wir uns von den inzwischen vertraut gewordenen Menschen verabschieden. Ich freue mich sehr, dass dieser Abschied zurzeit nicht für mich gilt. Jede Woche gehe ich einmal in diesen Compound, besuche die Familien dort, initiiere „Dorfratsitzungen“ unter dem Mangobaum und gemeinsam besprechen wir weitere Schritte. Überrascht war ich, als die Nachfrage nach weiteren Gottesdiensten kam, sie hätten vergeblich auf uns gewartet. Wir bleiben dran!

Godi