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Wo liegt Sambia?

Sambia ist ein Land in Afrika, der zweitgrößte Kontinent unserer Erde. In Afrika gibt es 53 Länder. Kannst du Afrika auf der Weltkarte finden? Und Sambia? Sambia ist doppelt so groß wie Deutschland.

Von Bielefeld bis Lusaka (Hauptstadt Sambias) sind es 7800 km Luftlinie. Da aber kein Flugzeug eine ganz gerade Linie zum Ziel fliegt und ich in Dubai umsteigen muss, fliege ich fast 10000 km. Ich bin 24 Stunden unterwegs bis das Flugzeug in Lusaka landet. Dann fahre ich noch 2 Stunden mit dem Auto bis ich in Kabwe bin. Kabwe ist die Stadt, wo die Boccs-Schulen sind.

Eine lange Reise, aber sehr spannend. Viele Stunden fliegt man über Afrika, man kann Wüsten und Savannenlandschaften sehen, Wasserstellen und Oasen, manchmal sogar ein kleines Auto, das einsam durch die Landschaft fährt oder Rauchsäulen von Buschfeuern. Am liebsten würde ich euch alle mitnehmen und euch all die abenteuerlichen Dinge erklären.

                                        Kopie von 08f3c065fe

Ach ja, und wenn ich am 27. August in Lusaka aus dem Flugzeug steige, ist es dort Ende Winter. Sambia liegt auf der Südhalbkugel, also südlich des Äquators. Aber ich brauche keinen Schal und keine Handschuhe. Am Tag ist es dort auch im Winter so warm, wie bei uns an einem schönen Sommertag. Aber abends muss ich mir dann doch eine lange Hose und eine Jacke anziehen. In der Nacht kann es auch schon mal ziemlich kalt werden und in Sambia gibt es in den Häusern meistens keine Heizungen. Die Kinder in den Hütten wärmen sich am Holzkohleofen. Ich bin gespannt!

 

 

 

ZAMBIA

 

Zambia liegt im südlichen teil Afrikas.  Der Name leitet sich vom Fluss Zambesi ab, der im Norden des Landes entspringt, sich durch den ganzen Westen zieht und in den Indischen Ozean mündet. Er bildet gleichzeitig die südliche Grenze Zambias zu den Staaten Namibia, Botswana und Simbabwe. Das Land Zambia ist geformt wie ein Fötus und wird auf Grund seiner zentralen Lage im südlichen Afrika auch „Herz von Afrika“ genannt.

                                            Kabwe1

Da Sambia auf einem von tiefen Tälern und Senken umringten, 1000m hohen Plateau liegt, gibt es im Land zahllose Wasserfälle. Die größten, sehr beeindruckenden und bekanntesten sind die Victoriafälle bei Livingstone im Süden des Landes. Die Einheimischen nennen ihren Wasserfall Mosi-oa-Tunya („donnernder Rauch“).

Im Land gibt es 72 verschiedene Sprachen und Dialekte (die Lautsprache Bemba ist mit 36% die verbreitetste). Obwohl Sambia seit 1964 von England unabhängig ist, ist die Amtssprache weiterhin Englisch.

In der Hauptstadt Lusaka finden sich inzwischen viele westliche „Einschläge“. Wenn man sich in einem der sechs Einkaufszentren aufhält, fühlt man sich fast wie in Europa: Alles ist modern und mit Glas und Fliesen verarbeitet, die vielen Shops verkaufen einige importierte Produkte und es gibt jede Menge Restaurants. Dieser „Reichtum“ lockt viele ländliche Bewohner an, um Arbeit zu finden. So ist die Einwohnerzahl Lusakas in den letzten zehn Jahren von knapp 2 Mio. auf inzwischen über 3 Mio. gewachsen. Dieser rasante Bevölkerungsanstieg ist zu einem echten Problem geworden – neben den reicheren Menschen gibt es unzählige Armenviertel, in den die Menschen am Existensminimum leben.

Obwohl die Weltbank Sambia 2010 als eines der wirtschaftlich am schnellsten wachsenden Länder ausgewiesen hat, ist die Arbeitslosigkeit immer noch sehr hoch und eine Vielzahl der Bevölkerung lebt an der Armutsgrenze. Trotzdem sind die Einheimischen stets freundlich, haben ein gewinnendes Lächeln und üben große Gastfreundschaft. Um in diesem warmherzigen Land Fuß zu fassen, benötigt man als Gast nur ein wenig Humor, Flexibilität, Offenheit und Respekt vor der sambischen Kultur.

Song „Mama Zambia“

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Was ist BOCCS?

“Buyantanshi Open Christian Community Schools”

Oder kurz BOCCS steht für Christlicher Glaube, Bildung und Hoffnung in Sambia.

In Sambia leiden immer noch große Teile der Bevölkerung unter Armut und sozialer Ungleichheit. Kinder sind davon am stärksten betroffen. Dieser Not will das BOCCS-Projekt in Kabwe, der Hauptstadt der Zentralprovinz Sambias begegnen. An sechs Schulen wird ca. 2500 bedürftigen Kindern eine Schulausbildung ermöglicht. Durch Patenschaften erhalten AIDS-Waisen neben der Möglichkeit des Schulbesuches, zusätzliche Mahlzeiten, individuelle Betreuung und medizinische Versorgung.

Probleme wie Gewalt in den Familien, HIV-Aids, Alkoholismus, familiäre Missstände, soziale und geistliche Nöte,  insbesondere in den „Compounds“ (Armenviertel) an den Stadträndern, beherrschen das Geschehen fast aller Bewohner.  Das BOCCS-Team will den Kindern nicht nur Wissen, Ethik oder Moral vermitteln, sondern ihnen und ihren Familien „echte“ Hoffnung geben, indem es ihnen den christlichen Glauben näherbringt. Bis auf Kabwe Main, die weiterführende Schule nach der 7. Klasse, liegen alle anderen Schulen mitten in den Compounds.

Weitere Infos unter: www.BOCCS.de