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Festessen

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Am frühen Morgen um 5 Uhr, kurz nach dem Sonnenaufgang, machen sich die beiden Köchinnen von Kaputula an die Arbeit. Heute gilt es, für 350 Personen zu kochen und das auf den üblichen zwei kleinen Feuerstellen. Schon am gestrigen Tag wurden 44 gefrorene Hühner, 70 Kohlköpfe, 15 kg Reis, 1 Kiste Tomaten, 5 Liter Orangensirup, 15 l Öl, 4 kg Salz und Zwiebeln geliefert. Um 7 Uhr kommen die Schüler und Lehrer dazu. Alle packen mit an und beteiligen sich an den Vorbereitungen.

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Einige Kinder säubern die Klassen, andere polieren die Fußböden. Ausgewählte Gruppen üben noch an Liedern, Tänzen und Theaterstücken, andere helfen bei der Essenszubereitung. Als um 10 Uhr die deutschen Gäste eintreffen, werden kleine Begrüßungsreden gehalten. Erst danach beginnt der Unterricht, an diesem Tag aber nur für zwei Schulstunden, schließlich soll ja gefeiert werden.

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Irgendwie klappt es heute nicht so recht mit dem Feuer, das Holz ist vom nächtlichen Regen zu feucht. Kurzerhand zerhacken einige Jungen einen kaputten Schultisch, der brennt viel besser. So zieht sich die Kocherei weiter hin. Nach dem Unterricht warten die Klassen auf der Wiese neben dem Sportplatz in Gruppen.

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Alle haben heute Teller, Becher und sogar kleine Töpfe mitgebracht. Viele Kinder nehmen gerne Essen mit nach Hause. Hoffentlich ist genug da! Nach und nach reihen sie sich auf und dürfen sich ihr Essen in der Schulküche abholen. Um 15 Uhr bekommen die letzten ihr Essen, aber darüber meckert keiner, alle sind zufrieden.

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Und tatsächlich, am Ende können noch manche Töpfe für den Heimweg gefüllt werden.

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Doch für die Köchinnen ist noch immer kein Ende in Sicht, nun liegt der Abwasch an. Auch hier helfen selbstverständlich viele Schüler und Lehrer mit. Um 17 Uhr wird es  wieder ruhiger in Kaputula, die Sonne geht langsam unter und schon in einer Stunde wird es hier dunkel sein. Heute werden alle satt und glücklich einschlafen. Vielen Dank, liebe Plassschüler, dass ihr dieses Festessen ermöglicht habt!

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Welcome to Kaputula

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Der 23. März war ein besonderer Tag für die Schüler und Lehrer an der Boccs Schule in Kaputula. Alle hatten sich auf den Besuch aus Deutschland vorbereitet. Die Freude war groß, als sie erfuhren, dass in diesem Jahr ihre Schule einen Festtag mit großem Festessen haben würde. Sie hatten schon gehört, dass im letzten Jahr in den Schulen in Waya und Katondo solche Feste stattgefunden haben. Nun endlich auch in Kaputula!

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Seit einigen Jahren setzen wir Plassis die Kollektengelder unserer Schulgottesdienste für diesen Zweck ein. Immer wieder fragen die Kinder in Sambia mich danach, wie es denn an der Plaßschule so zugeht und bestellen mir viele Grüße an die Kinder, die auch an sie in Sambia denken. Ganz begeistert sind sie, wenn ich ihnen Fotos von euch und unserer Schule zeige. Wie groß und wie schön es in der deutschen Schule ist – und wie sauber, sie staunen!

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Wir wurden in einem geschmückten Klassenraum empfangen und mit viel Musik empfangen. Da gab es eingeübte Chorlieder, traditionelle Tänze und kleine Theaterspiele. Die sambischen Kinder sind sehr kreativ. Aus alten Maismehlsäcken wurden Tanzröcke, aus Bonbonpapier Kopfschmuck hergestellt. Sie haben versucht, mir diese Basteltechnik beizubringen. Ich bin kläglich gescheitert.

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Emmanuel und Emmanuel

EmmanuelKönnt ihr euch noch an den kleinen Emmanuel erinnern, der im letzten Jahr im Babyhilfsprogramm des Aids Hospiz aufgenommen wurde? Da ich guten Kontakt zu Regina habe, der Hospizleiterin, konnte ich immer mal wieder nachfragen, wie es läuft.

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Er hat sich zu einem kräftigen Jungen entwickelt. Weiterhin kommt seine Oma mit ihm jeden Freitag zum Hospiz gelaufen, um sich das Milchpulver abzuholen. Aber nicht nur das, die Mitarbeiter dort schauen auch, ob er gesund ist und gut wächst.

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Die Wiegeprozedur und die Untersuchungen mag Emmanuel gar nicht, öfter sträubt er sich und weint. Ist dann aber alles vorbei, ist er wieder glücklich und zufrieden auf dem Arm seiner Oma. Wie schön, mit anschauen zu können, wie Hilfe direkt und nachhaltig ankommt.

E 2Und dann gibt es da noch den anderen kleinen Emmanuel. Er wurde im letzten November in Katondo geboren.

EE 2Seine Mama ist Caro Sawe und gehört zu den Familien mit denen wir seit unserem Rangerseinsatz enger zusammen arbeiten. Sie lernt inzwischen Nähen an unserer Schule in Katondo. Wenn ich mit ihnen unterm Mangobaum sitze, kommt er öfter auf meinen Arm und lacht und erzählt mit mir. Er hat keine Scheu vor meinem weißen Gesicht.

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Was war er mal für ein Winzling – und jetzt ist auch er ein prächtiger Junge geworden und hat schon einige Krankheiten gemeistert. Ich bin mal gespannt, ob er im Oktober noch immer solch ein Zutrauen zu mir hat oder ob ihm dann meine weiße Haut Angst macht. Hier seht ihr ihn bei meiner Abschiedsfeier im Compound. Was meint ihr, wenn ihr die beiden Emmanuels treffen würdet, könntet ihr die beiden auseinanderhalten? Seht ihr den Unterschied in ihren Gesichtern?

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Mathematics

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Was sind denn das für interessante Dinger, hab ich ja noch nie gesehen? Heute musste meine Mama länger in der Schule bleiben und ich durfte mal zuschauen wie sie lernt. Da gab es so Kugeln, die man auf Stäben hin und her schieben kann. Das hat Spaß gemacht!

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Aber die Lehrer waren ganz ernst, scheint ja nicht einfach zu sein, damit zu rechnen.  Da waren auch wieder diese Muzungus, die kenne ich schon. Jetzt weine ich nicht mehr, wenn ich die weißen Menschen sehe. Die haben so viel erklärt, mir wurde langweilig.

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Aber ich durfte mit dem Abacus spielen, so nennen sie die Kugeldinger. Ich glaube meine Mama hat verstanden wie man damit rechnet, sie hat mit anderen Lehrern diskutiert.

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Und da gab es noch rote und blaue Plättchen, die auf Zahlen gelegt wurden, die durfte ich nicht wegnehmen. Puhhh …. so viele Zahlen! Ob Mama mir mal zeigen wird, wie man mit den Kugeln rechnen kann?

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Angelas Family

Good Luck 0Wenn ich mit dem Canter in den Compound fahre, kann ich ihn nicht einfach irgendwo parken. Ich muss das Auto immer im Auge behalten können, damit keiner der vielen Kinder darauf klettert oder irgendetwas abschraubt. Auf dem Bild seht ihr den Canter, mit dem ich hier umherfahre. Da habe ich den Leuten erlaubt mitzufahren, das ist hier ganz normal, euch würde das sicher gefallen.

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Die Wege zum Haus in dem Goodluck wohnt sind aber so eng, dass ich eine Lösung für das Beaufsichtigen des Canters finden musste. Überraschend stellte ich fest, dass seine Nachbarn die Familie von Angela sind, ein Mädchen aus der 7. Klasse der Boccs Schule, die auch zu den Royal Rangers kommt. Die Mutter betreibt einen kleinen Shop. Sie luden mich und den Canter ein, auf ihrem Grundstück zu parken. Das war eine super Lösung und zudem konnte ich noch Angelas Familie kennenlernen. Angela war gerade am Wäschewaschen, die übliche Samstagsbeschäftigung der Mädchen hier.

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Die Mama füllte Holzkohle zum Verkauf in Plastiktüten. An ihrem Shop erklärte sie mir die verschiedenen Fischsorten, die man mit Kopf, Augen und Schwanz essen kann. Sie sind getrocknet und werden dann noch einmal gekocht. Auch zum Essen wurde ich eingeladen, die Menschen sind oft sehr gastfreundlich, obwohl sie nur wenig haben.

Good Luck 5Eines meiner Lieblingsgerichte ist „ifisashi“, seht ihr hier auf dem Teller in grün. Das ist eine Art Spinat aus irgendwelchen Gemüseblättern mit Zwiebeln und Erdnusssoße, kann ich inzwischen auch kochen. Mmmmmh!

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Ich habe mich gefreut, diese Familie kennenzulernen und werde sie bestimmt wieder besuchen. Um den Canter brauchte ich mir keine Sorgen mehr zu machen. So konnte ich in Ruhe Zeit mit Goodluck verbringen. Könnt ihr auf dem Bild Angela wiedererkennen? Hier ist sie gerade bei einem unserer Rangerstreffen.

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